Danke Andi Brändli

Danke Andi Brändli
 
Andi Brändli wurde im Rahmen des traditionellen Weichnachtessen  nach 11 Jahren  in der TK als Aktuar und als TK Chef mit einem Applaus seiner „Rugbyfamilie“ für die geleistete Arbeit verabschiedet. Gemeinsam mit Andi schauen wir auf die spannende Zeit mit ihm im Rugby zurück.


Andi, einige Jahre ist es her, seit du deine ersten Rollstuhlrugby-Erfahrungen gesammelt hast. Wie kamst du zum wohl spannendsten Rollstuhlsport und was hat dich so lange mit dabei gehalten?

Bereits während der Erstreha in Nottwil  2000  hatte ich Kontakt mit den damaligen Nationalspieler, welche ich beim Training in der Sporthalle beobachtete und später in der Begegnungshalle zu ersten Gesprächen mit ihnen kam. Sie motivierten mich, bei einem Training mitzumachen. Und da ich von Haus aus ein Mannschaftsportler bin – habe früher aktiv Handball gespielt – war dies eine willkommenen Einladung. Nach der Reha trainierte ich bei den Rolling Rhinos einmal wöchentlich mit. Im November 2001 durfte ich zum ersten Mal im Kadertraining der Nationalmannschaft mit trainieren.
Mein erstes internationales Turnier spielte ich mit den Fighting Snakes im April 2001 am Bernd Best in Köln. Damals war die Schweiz mit zwei Mannschaften vertreten; eben die Clubmannschaft Fighting Snakes sowie die Schweizer Nationalmannschaft. Ab Herbst 2001 spielte und trainierte ich regelmässig in der Nationalmannschaft. Den ersten internationalen Einsatz im Kader hatte ich 2002 an der Roosevelt World Rugby Challenge. Im gleichen Jahr kam dann die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Göteburg. Ich wurde als 1.5. Punkte Spieler klassiert, was sich im Verlaufe meiner sportlichen Laufbahn nicht mehr änderte.
Ich hatte stets viel Spass, mich im Team auszupowern und zu kämpfen. Ich genoss die vielen guten Trainingsstunden mit den Jungs sowie auch die gemütlichen Stunden neben her. Denke ich an die vielen tollen Reisen um die ganze Welt zurück, kommt ein wenig Wehmut auf.


Neben deinen Aktivitäten als Sportler konnte man dich bald als Organisator und TK Mitglied für das Rugby gewinnen. Zu Beginn warst du als Aktuar tätig, dann hast du im Winter 2007 das Amt des TK Chefs von Roger Suter übernommen.

Ich arbeite gerne im Team, packe mit an und mag es sehr, etwas vorwärts zu treiben. Einer TK vorzustehen, welche gut miteinander funktionierte, motivierte mich um so mehr und so repräsentierte ich auch gerne das Rugby bei der Schweizer Paraplegiker Vereinigung. In meiner TK Zeit überarbeiteten wir das SM Reglement sowie das Nachwuchskonzept und reorganisierten die TK Strukturen.


Du warst neben der TK Arbeit auch immer wieder fleissiges OK Mitglied, insbesondere für die SM beim Ostschweizer Club den Rolling Rhinos

Stimmt, ich war im OK für die EM im Jahr 2011 sowie 2016 und unterstütze die Organisation des WM Quali Turnier im April  2018 in Nottwil. Dank einer tollen Zusammenarbeit innerhalb der TK Mitglieder, zusammen mit der Schweizer Paraplegiker Vereinigung und fleissigen Helfern aus dem Club, konnten wir Turniere mit vollen Zuschauerrängen und mitreissender Stimmung durchführen. 

Nun hast du nach 11-jähriger Tätigkeit in der TK entschieden, deinen Rücktritt zu erklären. Was waren deine Beweggründe etwas kürzer zu treten?

Im meinem privaten Umfeld hat sich sehr viel verändert und so haben sich mit meiner Partnerin Nicole und ihrer Tochter Mady die Prioritäten etwas verschoben. Zudem merkte ich, dass die vielen langen Fahrten im Auto zu den Trainings oder auch zu TK Sitzungen Richtung Nottwil anstrengender wurden. Ja die Innerschweiz liegt von Rapperswil nicht gerade um die Ecke. Weiter bin ich sehr aktiv in der Guggenmusik und erkannte, dass ich nicht mehr alles unter einen Hut kriege. Und nach so vielen Jahren wurde ich auch etwas müde und merkte, dass ich alldem nicht mehr gerecht wurde. So entschied ich mich, dies in der TK zu kommunizieren und fand mit Peter Roos einen motivierten Nachfolger. Zudem sind alle TK Mitglieder fleissig und die Zusammenarbeit untereinander wird weiterhin gut funktionieren. Ich vermisse es allerdings schon, einen regelmässigen Ausstausch mit meinen Rugby Kollegen zu haben, sei es im Training als auch für Besprechungen. Als aktiver Rugbyspieler versuche ich, so oft ich kann mit dabei zu sein und für kleine Aufgaben bin ich natürlich immer noch zu haben. Der Rugbyfamilie bleibe ich sehr gerne treu.
 
Andi wir möchten dir im Namen der ganzen TK Rugby für deine geleistete Arbeit und die vielen gemütlichen Stunden ein herzliches, riesengrosses Dankeschön aussprechen.


Wir freuen uns, wenn du dem Schweizer Rugby erhalten bleibst.

Danke Andi

Renate Kurmann

on 29 April 2020